Ute Maria Lang

Ute Lang

– mein Weg zur Tanztherapie

Aus dem eigenen Ungeborgenen meiner Kindheit hat sich schon früh der Wille entwickelt, auf die Suche nach Sinnhaftigkeit und Echtheit im Leben zu gehen. Ich wollte das unaussprechliche depressive Schweigen in meiner Familie und die Härten der Nachkriegszeit verstehen. Diese Erlebnisse haben mich auf die Suche geschickt, diese unaussprechliche Wolke von innen heraus erfassen zu wollen.

Heute kann ich all diese Erfahrungen, so schmerzlich sie auch waren, als Wegweiser für Reifungsprozesse begreifen. Dabei hat vor allem das Spielen immer wieder zu meiner inneren Balance beigetragen und ist mir ein wichtiger Begleiter im Leben geworden. Im Spiel fand ich eine immer wieder auftauchende nährende Quelle der Geborgenheit.

Diese unbewusste Triebkraft, das Implizite begreifen zu wollen, hat mein Interesse für die Bewegungsanalyse, den Moving Cycle und die energetische Psychologie, geweckt. In zehn ganz erfahrungsgeleiteten Lehrjahren an der Seite von Kedzie Penfield, habe ich die bewegungsanalytisch orientierte Tanztherapie erlernt. Hier durfte ich die Umsetzung der bewegungsanalytischen Konzepte in einem heilpädagogischen und therapeutischen Kontext erkunden und meinen eigenen Weg in die Tanztherapie finden. Während dieser Zeit arbeitete ich auch unter Supervision in einer psychiatrischen Akutklinik mit Einzelklienten und Gruppen.

In Weiterbildungen bei Joan Chodorow zu Tanztherapie aus Jungianischer Sicht lernte ich die Welt der Symbole und ihre heilende Kraft kennen. Bei Janet Adler in der „Authentischen Bewegung“ und der Arbeit mit dem Kollektiven Unbewussten durfte ich tief in eigene Prozesse eintauchen. Ich konnte meine persönlichen Themen als auch das Kollektive Gespenst des Schweigens der Nachkriegsjahre auf ganz zellulärer Ebene erforschen – und bin mehr und mehr in meine Essenz hinein gewachsen. Durch die Erfahrung, diese Kindheitserinnerungen in der Gegenwart einer Zeugin wieder aufleben zu lassen, wurde mir klar, wie wichtig das Bezeugen in diesen Prozessen ist: Die empathische Präsenz der Zeugin, der gemeinsame Versuch, die Empfindungen und inneren Bilder zu beschreiben, bringt eine Realität in den Raum mit der ich mich gesehen und angenommen fühlen kann. Das lange Schweigen bekam nun endlich eine Stimme.

In weiteren zwölf Jahren der Weiterbildung bei Christine Caldwell, eröffnete sich mir mit den Methoden des Moving Cycles die Welt der impliziten Prozesse, die mir doch schon so lange wortlos vertraut waren. Diese Methode gibt dem Körper in seiner eigenen Sprache eine Stimme und bewirkt auf der Ebene, auf der wir unsere Reaktionen und leidvollen Erfahrungen ablegen, wirkliche Veränderung und Heilung.

Meine spirituelle Entwicklung begann mit den Folgen eines Unfalls, der mich in die Bewegungslosigkeit geschleudert hat. In dieser Zeit öffnete ich mich für die Esoterische Psychologie, die ich bei Grethe Fremming erfahren durfte. Ich fing an zu meditieren. Heute wirkt diese achtsame Haltung und innere Stille, diese zentrierte Aufmerksamkeit und Kraft ganz von selbst in meine Arbeit hinein.

In den 25 Jahren, in denen ich selbst die Bewegungsanalyse in der Tanztherapieausbildung unterrichtet habe, konnte ich unzählige Entwicklungsprozesse beobachten und empathisch begleiten. All das gab mir ein immer tieferes Verstehen des Zusammenhangs von physischen und psychischen Prozessen. Selbstheilungsprozesse und Wachstumsschritte wurden hier in bewegten Prozessen ganz lebendig und transparent. In diesen Jahren entwickelte ich eine Arbeitsweise, die es auf leichte und spielerische Art und Weise ermöglicht, in Bewegung kleinschrittig und ressourcenorientiert Fähigkeiten zu begleiten und nachzureifen.

Mit all diesen Erfahrungen im Gepäck, kann ich heute den Transfer von unbewusstem Ausagieren zu bewusstem Handeln wertschätzend begleiten. In all diesen Methoden durfte ich mich selbst erforschen und so bin ich in mein Herzbewusstsein gewachsen und tief in meinem Wesen in meiner Essenz angekommen. Ich kann so meinen Klientinnen und Klienten Prozesse ermöglichen, die sie in lebendige und sichere Auseinandersetzung mit ihren Themen bringen. Lebendige Neugier, Forschergeist und wertschätzende wertneutrale Beobachtung sind für mich die Voraussetzung, das Lebendige in uns erwachen zu lassen. Diesen Reichtum an verkörpertem Wissen intuitiv zu nutzen im Begleiten einer Gruppe oder auch einzelner Personen, das ist Ziel meiner Fortbildungen für Menschen die in heilpädagogisch, therapeutischen Berufen arbeiten.
Diesen Weg können auch Sie auf Ihre Weise beschreiten. Und dabei möchte ich Sie gerne begleiten.

Aus- und Weiterbildungen

Certified Movement Analyst in Laban/Bartenieff Movement Studies

Vordiplom Pädagogik und Psychologie, Technische Hochschule Berlin

Tanz/ Bewegungstherapeutin mit Ausbildungsberechtigung BTD; Lehrtherapeutin BTD, Supervisorin BTD

Movement oriented Psychotherapist European Certificate of Psychotherapy

Heilpraktikerin für Psychotherapie

Moving Cycle Practitioner und Trainer

Tätigkeiten

Seit 1987 bis 2007 Leitung von berufsbegleitenden Weiterbildungen in Tanz/Bewegungstherapie und Fortbildungen in den Laban/Bartenieff Bewegungsstudien und Bartenieff Fundamentals im Kontext von Heilpädagogik und klinischer Tanztherapie.

Ich habe 6 Jahre in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet und seit 1987 mit Gruppen und Einzelklienten in privater Praxis. Seit 2007 lebe ich in Dänemark mit privater Praxis im Polaris Centret am Isefjord in Kirke Hyllinge.

Seit 2005 habe ich mich in der Methode des Moving Cycle´s bei Christine Caldwell fortgebildet. Seit 2011 habe ich den Trainerstatus und binde den Moving Cycle in meinen Fortbildungen ein.

Mitgliedschaften

Gründungsmitglied und 1. Vorsitzende für 4 Jahre des Europäischen Verbandes für Laban/Bartenieff Bewegungsstudien.

Gründungsmitglied des Berufsverbandes der Tanztherapeutinnen Deutschlands.

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